Elementare Spielräume des Möglichen.

"Hand" von Udo Koch

 

Michael Schacht / Georg Peez

Die Faszination, die von den Bereichen zwischen unseren Fingern ausgeht, ist so alt wie die Menschen selbst. Bereits unsere prähistorischen Vorfahren im Jung-Paläolithikum (ca. 40.000 Jahre v. Chr.) hinterließen - wie heute vermutet wird - mit magischen Absichten nicht nur die direkten Abdrücke ihrer gespreizten Hände auf den Höhlenwänden. Häufig bliesen oder tupften sie entlang der Kontur ihrer Hand Farbstaub auf die Felswand, so daß sich die Hand durch die "Negativform" ihrer Zwischenräume abbildete (Anati 1991, S. 75ff.; Haas 1992, S. 194f.).

Beim Betrachten der mit Wasserfarbe auf Papier gemalten Arbeit "Hand" von Udo Koch (Abb. 1) glaubt man zuerst, nur einzelne amorphe schwarze Formen zu erkennen, bevor diese im nächsten Augenblick im Verbund gesehen den Umriss einer Hand konturieren. Erscheint das Zustandekommen dieser Formen hier auf den ersten Blick recht willkürlich und nicht nachvollziehbar, verrät das Gestaltungsprinzip, indem die Entstehung der Formen als Spiegelung der Fingerzwischenräume kenntlich gemacht wird (Abb. 2).

In seinen Arbeiten beschäftigt sich der 1958 geborene Künstler Udo Koch mit alltäglichen Dingen, die uns zu vertraut sind, als dass sie uns zum Nachdenken anregen würden. Gerade deshalb wirkt Kochs experimentelle und spielerische, aber nichtsdestoweniger komplexe Herangehensweise verwirrend. Die Darstellung des Alltäglichen in Form einer Hand verunsichert: Was kann an unserer Hand noch unentdeckt sein? Und doch gerät die Hand, mit der wir gestikulieren, fühlen und be-greifen, bei Udo Koch zum Forschungsobjekt par excellence.

Abb. 1 Udo Koch: "Hand", 1988, Wasserfarbe auf Papier, 42 x 29,7 cm Abb. 2 Udo Koch: "Hand", 1988, Wasserfarbe auf Papier, 42 x 29,7 cm

Zwischenräume

Angeregt durch die Umrissform der Hand ist offensichtlich, dass die Bereiche zwischen den Fingern die Hauptrolle in Kochs Werk spielen. (Ammann 1993, S. 222f.). Durch die Achsenspiegelung der jeweils unterschiedlichen Zwischenräume entstehen überraschend neue und uns zugleich sehr vertraut erscheinende, organische und "schöne" Formen. Dieser "andere" Blick von künstlerisch Tätigen und Forschenden auf die Dinge und Phänomene ihrer Mitwelt hat in unserer abendländischen Kultur eine lange, jedoch randständige Tradition. Sie ist häufig davon gekennzeichnet, nicht die Dinge selbst zu beobachten, sondern durch den "Umweg" der Erforschung der Zwischenräume zu "neuen", tieferen Einsichten über sich und die Welt zu gelangen. Die im Alltäglichen vereinbarten Konventionen und Regeln werden zeitweise außer Kraft gesetzt. Der Lehrsatz, die Dinge bzw. den menschlichen Körper nicht an sich zu zeichnen, sondern die "Umräume", gehörte seit der Renaissance zur Künstlerausbildung (z.B. Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer; vgl. Edwards 1979, S. 97ff.). In der Moderne experimentierten Künstlerinnen und Künstler, wie Pablo Picasso, Jean Arp, Maurits Cornelis Escher, Louise Nevelson, Man Ray (Abb. 4) u.v.a., immer wieder mit dem Zwischenraum-Phänomen, jedoch selten in der Konsequenz, wie Udo Koch dies tut.

Der schöpferische Prozess ist durch die Spiegelung der Fingerzwischenräume allerdings keineswegs abgeschlossen, sondern gerade erst angeregt und in Gang gesetzt, denn die Bereiche zwischen den Fingern sind wiederum Anlass für neue Zwischenraumformen, die sich aus den Zwischenräumen der Zwischenräume ergeben. Aus diesem Grunde ist das Werk-Ensemble "Hand" von Udo Koch, das insgesamt 40 Zeichnungen und Objekte umfasst (Katalog 1994), in Wechselbeziehung seiner einzelnen Werkstücke zueinander zu betrachten. Die abgebildeten Zeichnungen lassen Betrachtende das schöpferische Prinzip, die "Spielregeln" deutlich nachvollziehbar erfassen, und die gewählten "armen" Materialien unterstützen den experimentellen Charakter.

Durch die übliche und habitualisierte Regel, die Dinge und Phänomene selbst und nicht die Räume zwischen ihnen zu beachten, ordnen und konstruieren wir unsere Welt in einer für uns alltagspraktisch sinnvoll erscheinenden Weise. Hierbei sind wir uns häufig nicht bewusst, dass dies eben nur eine mögliche Regel zur Ordnung der Welt ist. Die zeitweise Infragestellung dieser Ordnungsregel und das Ersetzen der alten Regel durch neue, konsequent durchgespielte Regeln, bietet uns die Chance, Flexibilität in unseren Zugangsweisen zur Mitwelt zu entwickeln. Blickrichtungen, Schärfeneinstellungen und Standpunkte ändern sich. Diese Flexibilität fördert einerseits interessante neue Aspekte zu Tage, sie kann aber auch Schwindel erregend bis hin zu angstauslösend sein: Wir setzen uns möglicherweise zwischen alle Stühle, wenn wir die Zwischenräume erkunden.

Wenn Zwischenräume beachtet und gestaltet werden, dann entstammen die Impulse solcher Gestaltung einerseits intensiver leiblicher Wahrnehmung sowie andererseits der Einbildungskraft (Seitz 1994, S. 125). Udo Koch schafft ein eingängiges und gleichzeitig hoch komplexes Bild dafür, dass Zwischenräume keine passiv zu erleidenden Phänomene, sondern in Wahrnehmungsbewegungen aktiv zu erfahren und zu bilden sind. Erfahrung und Bildung sind hier wörtlich zu nehmen: Indem ich mit dem Bleistift an der Kontur meiner Hand entlang fahre, sie er-fahre, bilde ich die Zwischenräume. Unser Interesse an uns selbst und der Welt ist aktiv und aktivierend sowie selbst- und weltbildend. Das lateinische "inter-esse" ist wörtlich ins Deutsche zu übersetzen mit "Dazwischen-Sein" bzw. "Zwischensein". Interessiertsein könnte in diesem Sinne bedeuten, durch Wahrnehmungsbewegungen die ebenfalls sich in Bewegung befindlichen Spannungsfelder der Zwischenräume zu erkunden.

Abb. 3 Udo Koch: "Arzberg", 1991, Kaffeekanne, Gips, Draht Abb. 4 Man Ray: Rayographie, 1922, aus: Les Champs délicieux, 22,3 x 17 cm

 

Spiegelungen und Randphänomene

Gespiegelte Zwischenräume, mit schwarzer Wasserfarbe ausgefüllt, beherrschen die Zeichnung (Abb. 2) und ergeben ein neuartiges, fremdes Gebilde, hinter dem das eigentliche Objekt zurücktritt und als Leerraum erscheint. Dies erinnert an die versteckten Formen in Vexierbildern, die erst auf den zweiten Blick aus dem Bild hervortreten und in unserer Wahrnehmung mit der ursprünglichen Form konkurrieren. In ähnlicher Weise "springt" das Auge auch bei Koch zwischen den schwarzen Formen und der Handfläche hin und her, ohne sich zwischen dem Vertrauten - dem Handumriss - und dem Unvertrauten - den amorphen schwarzen Formen - entscheiden zu können.

Koch spielt mit den vorgegebenen Formen und Linien seiner Hand, multipliziert sie nach den Gesetzmäßigkeiten der Spiegelung und erhält neue Gebilde, die sich verselbstständigen und sich vom ursprünglichen Umriss der Hand entfernen, bis sie sich in der Unschärfe des Randes verlieren, der die Konstruktion letztlich umspannt. "Der Künstler führt vor, wie unter Festhalten an einer ursprünglichen Idee ein geregelter Kosmos entsteht, der bei schweifender Aufmerksamkeit chaotische Züge annimmt." (Schmitz, S. 21f.). Ausgehend von der flächigen Kontur der Hand scheint das Gebilde langsam in den dreidimensionalen Raum überzugehen, der seine Begrenzung am "Horizont" findet.

Indem Koch den Zwischenräumen der Hand und deren Reflexionen die gleiche Bedeutung zumisst wie der Hand selbst, erweitert er ihren Rand, d.h. ihre Begrenzung. Im spielerischen Umgang mit der Hand regt Koch eine Randbildung an, indem er eine Regel vorgibt, nach der sich die Wiederholung vollzieht, auf deren Ergebnis er jedoch keinen Einfluss mehr ausüben kann. Das Gebilde entsteht im Wechselspiel zwischen Subjekt und Objekt. Es entsteht eine spannungsreiche Beziehung zwischen der Sache selbst und dem Rand, den man plötzlich in umgekehrter Reihenfolge auch als Bedingung verstehen könnte, die für das Entstehen der Hand verantwortlich ist.

Zwischen unbestimmbarem Rand und der konkreten Form der Hand entfaltet sich der Spielraum des Möglichen. Koch macht deutlich, dass auch seine Herangehensweise nur ein Weg von vielen ist und lässt dadurch Raum für eigene Experimente, für ein lustvolles Beobachten der eigenen Hand. Die Wahrnehmung der Zwischenräume verändert die Randwahrnehmung. Kochs Auseinandersetzung mit dem Studienobjekt "Hand" hat dabei Beispielcharakter, denn sein Arbeitsprinzip lässt sich von den Betrachtenden auf andere Dinge übertragen: wo vorher nur die positive Form vorhanden war, ist nun der negative Raum außen herum auch "sichtbar". Dieser Negativraum ist jedoch offen und erfährt eine Begrenzung erst durch unsere eigene aktive Beobachtung, die einen neuen Rand definiert.

 

Komplementäre Weltaspekte

In Zeiten der vermehrten Virtualisierung vieler Handlungsvollzüge in unserem Alltag und angesichts vielfältiger digitaler Kommunikationsoptionen lenkt Udo Kochs Zeichnung "Hand" unsere Aufmerksamkeit auf unser elementarstes Erkenntnis- und Ausdrucksorgan. Die Hand bleibt - zumindest bisher - auch in Bezug auf die elektronischen Medien meist Bedingung unseres Handelns, denn neben der fortschreitenden Spracherkennung für Computer werden die Finger unserer Hände auch weiterhin die Maus und die Tastatur des Rechners bedienen oder die Funktionstasten der Videokamera drücken.

Fühlen, Tasten und Begreifen markieren nicht lediglich Bedingungen und Grenzen unseres Denkens und unserer Wahrnehmungsmöglichkeiten, sondern sie stehen für die Eigensinnigkeit und Souveränität unseres Leibes und unsere Individualität. Inmitten einer elektronisch beeinflussten Welt entdecken wir diese Souveränität neu. Freilich bleibt diese Wiederentdeckung und Neubewertung nicht unbeeinflusst durch die elektronischen Medien (Welsch 1996, S. 319f.).

Leiblichkeit steht nicht in Kontrast zu den Medien, sondern die gegenseitige komplementäre Ergänzung beider "Weltaspekte" ist für uns heute Voraussetzung für Wahrnehmen, Erfahren und Gestalten. Hierdurch können wir ontogenetisch unsere Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten zeitgemäß entfalten. Die Hand verbindet beide "Weltaspekte" miteinander. Dies zeigt sich beispielhaft in der Entwicklung des Datenhandschuhs, welcher, einmal angezogen und mit dem Computer verbunden, die Bewegungen der menschlichen Hand in digitale Daten umwandelt und dann analog auf dem Bildschirm in Form eines computergenerierten Greifwerkzeugs wiedergibt. So werden virtuelle Gegenstände auf dem Monitor in gewisser Weise an-fassbar.

 

Kunstpädagogische Handlungsoptionen

Für bildnerisch und künstlerisch Tätige verbindet die Hand das Geistige, also eine künstlerische Idee, mit dem zu gestaltenden Material. Durch die Tätigkeit der Hand im Umgang mit dem Material wird eine Idee allerdings nicht einfach auf das Material übertragen, sondern im Dialog mit dem Material wird eine Intention durch das Werkzeug Hand im Prozess der Vergegenständlichung variiert.

Das Werkensemble "Hand" von Udo Koch enthält einen hohen Anregungscharakter für Kunstunterricht. Es ermöglicht nicht nur einen Einblick in die bildnerischen Prozesse und Grundlagen zeitgenössischer Kunst, sondern es kann Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, wichtige Wahrnehmungs- und Formprozesse handlungsbezogen und selbstgestaltend zu entdecken und zu hinterfragen. Spannungsreiche kontrastierende Aspekte werden innerhalb eigener alltäglicher gestaltender Tätigkeiten erfahrbar und im Tun reflektiert:

- Erkundung und Experiment,

- Regelhaftigkeit und Regelvariation,

- alte und neue Ordnungen,

- Spiel und Zufall,

- Gestaltung einer Fläche durch die Gestaltung ihres Umraums.

Zwischenräume können überall entdeckt und erkundet werden. Sie können Anlass zur Gestaltung und zu bildnerischen Prozessen mit unterschiedlichsten Materialien sein.

Durch die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler für Zwischenräume wird ihnen die Wahrnehmung der Welt-Selbst-Bezüge bewusster. Bisher als selbstverständlich geltende Ordnungen werden in Frage gestellt. Alternativen werden durchgespielt. Ästhetische Bildung in ihren grundlegenden Formen wird angeregt und erlebbar.

Dabei bewegt sich Udo Koch nicht nur im Bereich der Fläche, sondern auch im Raum, indem er die Zwischenräume um eine Achse rotieren lässt. So entstehen bizarre Körper, welche sich zwar an die Formen, aus denen sie entstanden sind, anpassen, andererseits jedoch eigenständige Gebilde sind, die den kompletten Gegenstand verfremden und dem irritierten Blick der Betrachtenden preisgeben (Abb. 3). Gerade im Zeitalter computergesteuerter Drehmaschinen, die in Sekunden Kochs Gipskörper drehen könnten, erscheinen seine selbst gefertigten Gebilde wunderbar nachvollziehbar und stehen in Kontrast mit den industriell gefertigten Dingen.

So können Schülerinnen und Schülern mit fremdem Blick auch in Bezug auf die Raumwahrnehmung gestaltend tätig werden, indem sie Randlinien jeglicher Alltagsgegenstände - z. B. auch überdimensioniert - zu autonomen dreidimensionalen Werken verändern. Kochs zugängliches Vorgehen mit Schablonen und Gips erleichtert hierbei die Arbeit und verringert gleichzeitig die Distanz zu Arbeitsweisen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.

 

Resümee

Kochs faszinierendes Konzept besteht darin, zwei elementare Aspekte menschlicher Wahrnehmung, menschlicher Weltzugangsweisen und menschlichen Seins in seinem künstlerischen Handeln zu erkunden: Unser wichtiges tätiges Erkenntnisorgan, die Hand, mit der wir vornehmlich die Welt, die Mitmenschen und die Dinge, das Stoffliche aktiv erfühlen und begreifen, nimmt er als Anlass, um uns auf die von der Hand nicht direkt zu erfassenden nicht-stofflichen Zwischenräume aufmerksam zu machen. Beide Weltzugangsweisen sind sicher gleich bedeutend, denn die eine Zugangsweise wäre ohne die andere schlichtweg nicht existent. Der handelnde Umgang mit dem Stofflichen ist eng mit der Entwicklung der menschlichen Kognition, der Sprachentwicklung sowie der Aisthetis sowohl in der Ontogenese als auch in der Phylogenese verbunden (Leroi-Gourhan 1980, S. 320; Duderstadt 1997, S. 42ff.). Die Arbeit Udo Kochs kann somit als eine mit denkbar einfachen Regeln spielend erzeugte und zugleich komplexe Parabel für die differenten Wechselbeziehungen und die Balance zwischen dem Physischen und dem Metaphysischen gedeutet werden.

 

Literatur

Ammann, Jean-Christophe: Bewegung im Kopf. Vom Umgang mit der Kunst. Regensburg 1993

Anati, Emmanuel: Felsbilder. Wiege der Kunst und des Geistes. Zürich 1991

Duderstadt, Matthias: Ästhetik und Stofflichkeit. Weinheim 1997

Edwards, Betty: Drawing on the Right Side of the Brain. Los Angeles, USA 1979

Haas, Germaine: Symbolik und Magie in der Urgeschichte. Bern/Stuttgart 1992

Leroi-Gourhan: Hand und Wort. Die Evolution von Technik, Sprache und Kunst. Frankfurt a.M. 1980

Schmitz, Rudolf: Die Hand, ursprünglich. In: Museum für Moderne Kunst (Hrsg.): Udo Koch. Katalog. Frankfurt a. M./Darmstadt 1994, S. 20-22

Schwarz, Arturo: Man Ray. Frankfurt a. M. 1980

Seitz, Hanne: Ästhetische Praxis am eigenen Leib. In: Selle, Gert/Thiele, Jens (Hrsg.): Zwischenräume. Jahrbuch für kunst- und kulturpädagogische Innovation, Oldenburg 1994, S. 122-125

Seitz, Hanne: Räume im Dazwischen. Bewegung, Spiel und Inszenierung im Kontext ästhetischer Theorie und Praxis, Essen 1996

Welsch, Wolfgang: Grenzgänge der Ästhetik, Stuttgart 1996

 

Abbildungen

Abb. 1 Udo Koch: "Hand", 1988, Wasserfarbe auf Papier, 42 x 29,7 cm

Abb. 2 Udo Koch: "Hand", 1988, Wasserfarbe auf Papier, 42 x 29,7 cm

Abb. 3 Udo Koch: "Arzberg", 1991, Kaffeekanne, Gips, Draht

Abb. 4 Man Ray: Rayographie, 1922, aus: Les Champs délicieux, 22,3 x 17 cm


Bibliografische Angaben zu diesem Text:

Peez, Georg / Schacht, Michael: Spielräume des Möglichen. "Hand" von Udo Koch. In: BDK-Mitteilungen, 1 / 1999, S. 15 - 18


Michael Schacht (http://www.michaelschacht.de)
Georg Peez (
http://www.georgpeez.de)

Zuletzt geändert am 13.04.2003